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Österreich

Ein Geheimtipp für Aktivurlauber und Naturfreunde: Der Nationalpark Kalkalpen in der Region Ennstal in Oberösterreich

Unterwegs in den Kalkalpen

Berg-Idylle, Foto: gnu_41 / pixelio.de

Von den insgesamt 6 österreichischen Nationalparks ist der 1997 eröffnete und knapp 21 000 Hektar große Nationalpark Kalkalpen in den Oberösterreichischen Voralpen, nach dem Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten, Salzburg und Tirol, der zweitgrößte des Landes. Das zu vier Fünfteln größtenteils mit Fichten, Tannen und Buchen bewaldete Gebiet des Nationalparks umfasst neben dem Ennstal auch das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge; von seinen bislang 70 entdeckten Höhlen sind die Klarahöhle und der Krestenbergschacht die größten bzw. die tiefsten.

Das Territorium des Parks ist auch Heimstatt für eine vielseitige Fauna und Flora: In seinen Grenzen leben und wachsen mehr als 30 Säugetier- (z.B. Braunbären, Luchse, Fischotter, Siebenschläfer, Biber und viele Fledermausarten), 80 Brutvogel- (z.B. Auerhuhn, Baumfalke, Birkhuhn, Braunkehlchen, Eisvogel, Graureiher, Habicht und Haselhuhn), 1500 Schmetterlingsarten sowie  über 1000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen, Farnen und Moosen. Seine größtenteils noch unberührte Natur und sein umfangreiches sowie weitverzweigtes Wanderwegenetz machen den Park zu einer sehr beliebten Destination für Wanderfreunde. Der 150 km lange Weitwander-Kalkalpenweg vom Ennstal bei Reichraming bis zum Toten Gebirge bei Hinterstoder ist sehr populär, genauso wie die Hunderte von Kilometern an Almen- und Hüttenwander-, Familienwander-, Rundwander- und Themenwegen, die sich mit vielen weiteren möglichen Gipfeltouren, Klettersteigen und Panoramawanderungen durch die gesamte alpine Region ziehen.

Im Nationalpark legt man seit jeher großen Wert auf einen sanften und nachhaltigen Tourismus. Gäste der vielen Ferienhäuser und Ferienwohnungen in den Gemeinden des Nationalparkgebietes können sich in den insgesamt acht Besucherzentren im Zentrum Molln, im Panoramaturm Wurbauerkogel, dem Besucherzentrum Ennstal,  in der Villa Sonnwend und dem WildnisCamp in Roßleithen, in der Hengstpaßhütte in Rosenau, im Knappenhaus in Unterlaussa und  in der Brunnbachschule im Großraming detailliert und anhand von Ausstellungen, Veranstaltungen, Seminaren und Workshops über die fragilen Ökosysteme und die Bemühungen um deren Erhalt informieren.

Auch Radler sind in dem Park und seinen ca. 500 Kilometer Rad- und Mountainbikewegen bestens aufgehoben. Sie sollten jedoch die zeitlichen Einschränkungen zum Schutz der Natur zwischen April und Oktober beachten. Auch ein attraktives Reitwegenetz mit 300 km Wanderreitwegen zeichnet den Nationalpark aus: zahlreiche Reiterhöfe, Reitbetriebe und Raststationen lassen das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde leicht  finden. Und auch Wasserratten kommen hier auf ihre Kosten – saubere Gebirgsseen wie z.B. der Elisabeth See in St.Pankraz, das Badebiotop Steyrling, der Gleinkersee in Roßleithen, der Schafferteich in Vorderstoder, der Badesee in Edlbach und viele Frei-, Familien- und Erlebnisbäder eignen sich gleichermaßen für aktiven Urlaub als auch für Ruhe- und Entspannungssuchende.

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